Corona und die Hefe ist aus ... (Teil 3)

2020-03-27

Reichlich Tage sind vergangen und mein Bioexperiment ist abgeschlossen.

Und es ist gelungen! Nachdem am siebten Tag das Gebräu nicht mehr so sehr nach jungem Wein roch, sondern eine leichte Essignote angenommen hatte, bin ich natürlich nervös geworden. Aber: es funktioniert wunderbar. Mit dem selben Rezept wie in der Machbarkeitsstudie (Vorteig, dann normalen Teig und viel ruhen lassen) habe ich ein sehr schönes Brot in unserem Brotbackautomaten gebacken:

/posts/2020-03-27/DSC_5810 - Das erste Brot mit Wildhefe.jpg

Auch dieses Brot hat meiner Familie geschmeckt, also ein voller Erfolg.

Mit 100ml bestehendem Hefewasser habe ich direkt ein neues angesetzt, diesmal aber nur mit einer Handvoll Rosinen, 1 Teelöffel Honig und ca. 500ml Wasser. Nach nur zwei Tagen war es sehr aktiv und das Resultat steht bereits gut gekühlt im Kühlschrank.

Das ging alles in allem überraschend einfach. Natürlich ist es kein Vergleich zu den ca. 25 Cent, die ein Block normale Frischhefe im Supermarkt kostet, aber das Resultat ist 100% Bio, kann sich sehen lassen und das Gefühl es selber machen zu können ist einfach prima.

Bis auf weiteres muss ich also keine Hefe kaufen. Gut so, denn die ist ja noch immer überall ausverkauft. Überall? Nur in einem Laden habe ich per Zufall welche entdeckt. "Habe sie gerade eingeräumt, da hinten im Regal" - hieß es und was ich fand war eine relativ magere Menge an Hefe. Aber es gab welche!