Stell dir vor es ist Corona und die Hefe ist aus ...

2020-03-18

Nicht nur das Klopapier ist hier seit langem knapp, auch andere Sachen sind rar geworden. Mehl gibt es oft keines, Tomatenmark, Knäckebrot, nur noch drei Packungen Nudeln pro Haushalt. Oder zwei Packungen Klopapier, wenn welches da ist …​ bei sechs Personen im Haushalt ist das eine sehr knappe Grenze.

Dennoch glaube ich mir keine Sorgen machen zu müssen. Immerhin backen wir schon seit langem unser Brot selbst und ich habe noch Getreide um wie immer unser Mehl selbst zu mahlen. Wie lange das reicht ist ungewiss und alle Läden sind auch hier leer gekauft. Aber gut, ein paar Brote kann ich noch machen.

Wenn da nicht die Hefe wäre. Denn die ist auch aus. "Nicht mehr lieferbar" und "haben wir schon lange nicht mehr" sind Sätze, die ich zu lesen oder zu hören bekomme.

Was nun? Auf Altes besinnen und für mich Neues ausprobieren.

Rosinensauerteig / Wildhefe / Rosinen-Hefewasser
  • 100 g ungeschwefelte Rosinen, alternativ 100 g Apfelschalen

  • 500 ml Wasser

  • 1 TL Honig

  • 1 sauberes verschließbares Glas (ca. 1 Liter)

Das ganze bei 20 - 30 Grad (besser 30 - 36) einige Tage stehen lassen, zweimal am Tag umrühren oder sanft schütteln. Solange es nicht stinkt oder Haare bekommt, weitermachen bis es nicht mehr blubbert. Nach Entfernen der Rosinen hat man nun die feinste Wildhefe.

Wie das Experiment ausgeht ist noch ungewiss, auch habe ich noch keine Ahnung, wie das mit Vorteigen und so weiter funktioniert - einen Sauerteig habe ich bisher noch nicht geführt. Aber wir sind hier ja bei Wildhefen.

Mehr dazu kann man hier lesen: mein kuechenblog, brotdoc, smarticular, hefe und mehr