Hausregeln oder "Die Kaugummiregel" (2020-01-07)

allgemein tipps

Eigentlich wollte ich die ganze Zeit etwas über Werte, Konsequenz, Klarheit und so weiter schreiben. Aber das erscheint mir zunächst zu groß als Thema für den Blog - ich haben den Eindruck, dass es dazu eine ganze Menge zu sagen gibt und in zahlreichen Erziehungsratgebern bereits gesagt wurde. Wer soll sich da noch auskennen?

Dann ist mir die vorweihnachtliche Schokoflut auch ein Anliegen, doch das kommt garantiert wieder auf den Tisch - spätestens zu Ostern.

Daher heute ein kleines Thema: Hausregeln.

Ein Vorschlag zur Erziehung ist die Formulierung von Regeln. Regeln, die das Zusammenleben im gemeinsamen Haushalt ordnen sollen und für alle Mitglieder gelten. Diese sollen mit zunehmendem Alter (also sobald sie eingehalten werden können) sehr nützlich sein und ich habe damit bereits gute Erfahrungen gemacht: unser Kochplan ist ein gutes Beispiel dafür, basierend auf dem jeweiligen Tag im Monat ergibt sich wer nun Küchenkind ist. Das funktioniert mit einer beliebigen Anzahl an Kindern und meine Kinder haben das so gut verinnerlicht, dass sie schon fragten, wieso ich es überhaupt noch auf den Plan schreibe - es ist ja sowieso klar.

Sie funktionieren also, diese Regeln. Ein Bekannter hat ein ganzes Regelwerk mit seinen Kindern ausgearbeitet.

Unsere neueste Regel ist die Kaugummiregel. Bis vor einiger Zeit haben die Kinder "fertige" Kaugummies irgendwo abgelegt. Das hat so oft zu verklebten Teppichen, Büchern, Kaugummi in langen Haaren und weiteren Komplikationen geführt, dass wir bis Weihnachten ein absolutes Kaugummiverbot ausgesprochen haben. Weihnachten kam und die Kinder kauten wieder. Und es kam, wie es kommen musste, schon nach wenigen Tagen war wieder ein Kaugummi im Teppich und wir haben aus diesem Anlass gemeinsam mit den Kindern die Kaugummiregeln formuliert:

  1. Kaugummis dürfen nur im Mund, im Mülleimer und frisch in der Packung sein.

  2. Wird Regel eins gebrochen, gibt es Kaugummiverbot von bis zu sechs Monaten für alle.

Diese Regel hängt nun, von einem Schulkind geschrieben und von allen (auch den Eltern) unterschrieben an meiner Planungstür, so dass man sich immer darauf berufen kann. Nicht erwähnt ist, dass das Verbot im Schadensfall sechs und im "Normalfall" nur einen Monat gilt, die jetzige Formulierung lässt uns Eltern da etwas Spielraum.

Kochplan aktualisiert (2019-11-12)

vorlagen

Ein positiver Effekt des Blogs: ich überdenke meine Sachen auch noch einmal und finde den Kochplan vom 2019-10-21 ungeeignet. Im Hochformat ist er viel besser:

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Hol dir Hilfe und mach einen Kochplan! (2019-10-21)

tipps vorlagen

Ich bin nicht als Hausmann geboren. Aber ich kenne jemanden, der das Ganze beruflich macht - eine ausgebildete Haushälterin. Mit ihr habe ich mich immer wieder zusammen gesetzt und über meine Situation gesprochen. Dabei hat sie mir viele hilfreiche Hinweise dazu gegeben, wie ich meine Arbeit gut erledigen kann.

Ein wichtiger Punkt ist die Planung. So habe ich bisweilen die Woche auf mich zukommen lassen und insbesondere das Abendessen nicht weit im Voraus geplant. Das hat sich natürlich gerächt, da ich oft nachmittags erst entschieden habe, was es am Abend zum Essen geben soll. So musste ich schnell noch einkaufen - das ist mit den Terminen der Kinder nicht immer leicht - und habe dann mangels Ideen und unter Zeitdruck einfache und wenig vollwertige Sachen gekocht.

Abhilfe schafft mein Kochplan. Anfang der Woche überlege ich mir mit einem familienfreundlichen Kochbuch, was an welchem Tag gekocht wird. Da die Kinder mittags in Schule und Kindergarten versorgt sind, ist unter der Woche das Abendessen unsere gemeinsame Hauptmahlzeit. Mit dem Kochplan kann ich:

  • Eine Ausgewogenheit der Mahlzeiten planen (nicht immer Fleisch, gerne auch was vegetarisches)

  • Festlegen, welches Kind an welchem Tag das Küchenkind ist und den Tisch decken muss (ich teile einfach das aktuelle Datum durch die Anzahl der Kinder, der Rest bestimmt wer dran ist - die Kinder haben diese Regelung extrem gut aufgenommen und empfinden sie als fair)

  • Besondere Ereignisse wie zum Beispiel Abendveranstaltungen oder späte Termine festhalten und an diesen Tagen das Essen vorkochen oder einfach halten

  • Den Wocheneinkauf planen - ich gehe nur noch zweimal in der Woche einkaufen und kaufe gezielt die Sachen, die ich brauche

So sieht das dann aus (Namen geschwärzt):

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Ein neuer Blog (2019-10-10)

allgemein

Willkommen bei meinem Papablog!

Ich bin Hausmann. Also nicht nur in Elternzeit, sondern so richtig. Wir haben die Aufgaben getauscht und seit 1,5 Jahren bin ich für die Kinder und den Haushalt verantwortlich. Unser Tausch ist dabei nicht zu 100%, einige "typische" Dinge sind dann doch geblieben: Reparaturen zum Beispiel mir und die Kleiderkammer der Kinder bei meiner Frau.

Als Hausmann stehe ich oft vor neuen Herausforderungen. Schließlich habe ich das nicht von klein auf gelernt und bin auch mit anderen Zielsetzungen groß geworden. Das heißt Karriere machen, erfolgreich sein und so weiter.

So muss ich mir oft etwas für mich Neues einfallen lassen, um meine Arbeit gut zu bewältigen. Denn die Kinder wollen auch bald abgeholt werden und abends soll etwas Leckeres auf den Tisch. Und dann ist mal hier jemand krank, dort ein Auto kaputt oder etwas muss in der Stadt erledigt werden: es ist also jede Menge los.

Dir gehts auch so? Na dann …​

In diesem Blog schreibe ich über die Dinge, die sich für mich bewährt haben.